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Alle Aufholprogramme der Länder im Überblick

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Informationen zu Corona-Aufholprogrammen
der Bundesländer

Anfang Mai beschloss die Bundesregierung das Maßnahmenprogramm “Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche”. Hierfür werden in den Jahren 2021 und 2022 insgesamt 2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Fokus dieses Aktionsprogramms besteht zum Einen darin, die pandemiebedingten Lernrückstände aufzuholen. Zudem sollen Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt sowie psychosozial unterstützt werden. Teile der vorgesehenen Maßnahmen werden durch die Bundesländer direkt umgesetzt. Nachfolgend finden Sie alle wichtigen Informationen zum Corona-Aufholpakets, die für Ihr Bundesland gelten.

Bundesländer

Baden-Württemberg
Das Land Baden-Württemberg hat zur Schließung von Lernlücken sowie zur Stärkung der sozial-emotionalen Fähigkeiten das Maßnahmenpaket Lernen mit Rückenwind erarbeitet. Die Schwerpunktsetzung des Programms liegt auf den für die weitere Schulwegentscheidung relevanten Klassenstufen, d. h. Klasse 4 in der Grundschule bzw. Klasse 9 und 10 in der Sekundarstufe I sowie den auf das Abitur vorbereitenden Jahrgangsstufen. Ein weiterer Fokus wird auf das Übergangssystem im beruflichen Bereich gelegt. Insgesamt sollten jedoch alle Schüler mit einem pandemiebedingten Unterstützungsbedarf in allen Klassenstufen für das Förderprogramm berücksichtigt werden, wenn der Bildungserfolg in besonderem Maße gefährdet ist. Die Förderschwerpunkte liegen in den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch.

Schulen sollen bei der Akquise von Personen und geeigneten Kooperationspartnern mittels eines Registrierungsportals unterstützt werden. Dafür soll ein datenbankbasiertes Verfahren zum Einsatz kommen, das Schulen und Kooperationspartner zusammenführt.

Die Zeitplanung des Landes Baden-Württemberg sieht folgende Eckdaten vor:
Anfang September: Freischaltung des Schulmoduls im Registrierungsportal. Interessierte Schulen können den von ihnen benötigten Unterstützungsbedarf über das Portal erfassen. 
Beginn Schuljahr 2021/2022: Die Lehrkräfte verschaffen sich einen fundierten Überblick über den Lernstand der Schüler, identifizieren die Schüler mit einem pandemiebedingten Unterstützungsbedarf und schlagen diese für eine Teilnahme am Aufholprogramm vor.
Oktober: Schulen können über das vom Land Baden-Württemberg bereitgestellte Portal geeignete Personen und Kooperationspartner finden oder selbst Angebote ausschreiben.
Nach den Herbstferien: Einstieg in die Förderung

Um Schulen und Lehrkräfte bei der Lernstandserhebung zu unterstützen, stellt das Bildungsinstitut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg unterschiedliche Diagnoseinstrumente und Testverfahren zur Verfügung. Auf dieser Grundlage und ausgehend vom jeweiligen Lernrückstand wird ein individuelles Förderangebot unterbreitet. Das Zentrum für Schulqualität (ZSL) wird zudem geeignete Lernmaterialien zur Verfügung stellen. Auch arbeitet das ZSL derzeit an Fortbildungen und Übersichtslisten zu wichtigen Schwerpunktthemen, um das Förderprogramm passgenau umzusetzen.
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Bayern
Die Landesregierung Bayern hat das Aufholprogramm Gemeinsam Brücken bauen auf den Weg gebracht, wofür 500 Mio. € für den Bildungsbereich zur Verfügung gestellt werden. Die pandemiebedingten Lernlücken sollen mittels Brücken- und Ferienkursen und im Rahmen des Tutorenprogramms “Schüler helfen Schüler" geschlossen werden. Darüber hinaus erhalten Schulen finanzielle Mittel für zusätzliches Personal, um Schüler im Regelunterricht besser fördern zu können. Fokus des Programms liegt auf einer besseren individuellen Förderung, Stärkung der Binnendifferenz im Pflichtunterricht sowie zusätzlichen Kursen am Nachmittag, welche Schulen an die jeweiligen Bedürfnisse der Schüler anpassen können.

Darüber hinaus sollen insgesamt 210 neue Stellen für die Arbeit mit sozial-benachteiligten Kindern und Jugendlichen an den bayerischen Schulen geschaffen werden. Durch das JaS-Förderprogramm werden die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe finanziell unterstützt, um die bayerische JaS-Konzeption umzusetzen.
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Berlin
Das Land Berlin stehen für die Umsetzung ihres Programms Stark trotz Corona insgesamt 64 Mio. € zur Verfügung, wovon 44 Mio. € für den Abbau von Lernrückständen eingesetzt werden sollen. Mit Beginn des Schuljahres 2021/2022 erfolgt eine Lernstandserhebung, um genau bewerten zu können, welche Defizite bei den Schülern bestehen. Zur Umsetzung des Förderprogramms erhält jede Schule ein eigenes Schulbudget, das für Förderangebote wie Lerncoaching, Kooperation mit externen Nachhilfeinstituten sowie Wochenendschulen eingesetzt werden kann.

Die restlichen Gelder sollen für folgende Projekte eingesetzt werden:
- 3 Mio. € für das Programm "Jugendarbeit stärken"
- 9 Mio. € für die Begleitung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in Schule und Alltag durch Sozialarbeit
- 8 Mio. € für die Förderung frühkindlicher Bildung
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Brandenburg
Für das Programm Aufholen nach Corona stehen dem Land Brandenburg insgesamt 68,7 Mio. € aus Bundes- und Landesmitteln zur Verfügung. Diese finanziellen Mittel sollen direkt den Schulen zugute kommen, u. a. durch Einstellung zusätzlicher Lehrkräfte und weiterem pädagogischen Personal.

Für das Schuljahr 2021/2022 hat das Land Brandenburg in einem Leitfaden die Rahmenbedingungen für eine sichere und offene Schule kommuniziert. Demnach sollen alle Brandenburger Schüler sowohl in den Sommerferien als auch in den kommenden beiden Schuljahren zahlreiche Unterstützungsangebote erhalten, welche am Bedarf der Kinder und Jugendlichen ausgerichtet sind. Mit Beginn des Schuljahres 2021/2022 wird in den Kernfächern in allen Klassenstufen eine Lernstandserhebung durchgeführt, um den genauen Unterstützungsbedarf zu ermitteln.

Für außerschulische und schulergänzende Angebote stellt das Land Brandenburg insgesamt 23,4 Mio. € zur Verfügung, mit denen sowohl fachliche als auch soziale Kompetenzen gefördert werden. Hierfür erhalten die Schulen zunächst 3.000 € Budget, um in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern das soziale Lernen zu stärken. Im zweiten Schritt werden die Mittel zielgerichteter eingesetzt. Schulen erhalten auf Basis der Lernausgangslage ein bestimmtes Budget, mit dem Lerngruppen gebildet werden können. Die Umsetzung der Förderangebote erfolgt durch freie, öffentliche oder gewerbliche Träger.

Als weitere Unterstützungsmaßnahmen sind folgende Dinge vorgesehen:
- Verstärkung des pädagogischen Personals um 200 Stellen für die nächsten 2 Jahre. Hierfür werden 21,4 Millionen aus dem Corona-Rettungsschirm zur Verfügung gestellt.
- Lernbegleitung durch Studierende im Rahmen des bereits im Schuljahr 2020/2021 stattgefundenen Programms "Studentische Lehr-Lern-Assistenten an Brandenburger Schulen". Für dieses Programm, welches auch im neuen Schuljahr fortgeführt wird, stehen 3 Mio. € zur Verfügung.
- Stärkung der Schulsozialarbeit durch drei zusätzliche Stellen pro Landkreis und kreisfreier Stadt. Hierfür stehen dem Land Brandenburg 7,4 Mio. € zur Verfügung.
- Vielzahl Bewegungsangeboten und Schwimmkursen im Umfang von 600.000 €.
- Herbstferien mit Lernangeboten, wofür 1 Mio. € zur Verfügung stehen.
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Bremen
Die Landesregierung Bremen bringt im Schuljahr 2021/2022 eine Vielzahl individualisierten Fördermaßnahmen auf den Weg. Für die genaue Umsetzung wird in den ersten Wochen nach den Sommerferien durch die Lehrer eine Lernstandserhebung in den Kernfächern, aber auch eine Bewertung des sozialen Miteinanders und der körperlich-motorischen Entwicklung erfolgen. Auf Basis dieser Daten sollen zusätzliche Unterrichtsstunden in den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch sowie weitere Fördermaßnahmen in Form von digitalen Lernangeboten und Nachhilfeunterricht angeboten werden. Das zur Durchführung dieser Angebote notwendige Personal soll von externen Kooperationspartnern kommen.
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Hamburg
Hamburg startete Anfang August ihr Länderprogramm “Anschluss”. Für ca. 5.000 Schüler der 4. Klasse werden 1.000 Mentoren bereitgestellt, die mit den Schülern lernen. Das Programm soll zukünftig auch auf die anderen Klassenstufen ausgeweitet werden. Als Mentoren dienen Lehramtsstudenten, sie sich für die Betreuung der Schüler Leistungspunkte in ihrem Studium anrechnen lassen können. 

Sofern Schulen bei der Umsetzung der Lernförderung dabei auf private Träger beziehungsweise Lernförder- oder Nachhilfeinstitute zurückgreifen möchten, ist es ihnen möglich, diese als Auftragnehmer einzubinden.

Weitere Details zur Umsetzung des Aktionsprogramms “Aufholen nach Corona” liegen noch nicht vor. Sobald uns nähere Informationen vorliegen, wird diese Seite aktualisiert.
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Hessen
Bereits im Frühjahr 2021 startete Hessen ihr Landesprogramm Löwenstark - der BildungsKICK, welches jetzt durch das vom Bund beschlossene Aktionsprogramm erweitert wird. Hierfür werden ca. 150 Mio. € aus Bundes- und Landesmitteln zur Verfügung gestellt. Schulen haben damit die Möglichkeit, die personelle Unterstützung im Schuljahr 2021/2022 weiter auszubauen und flexibel einzusetzen. Für Fördermaßnahmen erhalten die Schulen ebenfalls finanzielle Mittel zur flexiblen Verwendung. Innerhalb eines vorgegebenen Rahmens können die Schulen mit diesem Budget selbst entscheiden, welche Unterstützungsmaßnahmen angeboten und welche Kooperationen mit inner- und außerschulischen Partnern umgesetzt werden.

Als zusätzliche Unterstützung will die Landesregierung Hessen 200 neue FSJ-Plätze an Ganztagsschulen bzw. Schulen mit Ganztagsangeboten schaffen. Damit wird das bereits seit 10 Jahren bestehende Programm "FSJ an Schulen" im Rahmen des von der Bundesregierung beschlossenen Aktionsprogramms "Aufholen nach Corona" weiter ausgebaut. Weiterhin sollen 250 neue FSJ-Plätze in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe geschaffen werden. Für die Jahre 2021 und 2022 stehen dem Land Hessen hierfür insgesamt 9,3 Mio. € zur Verfügung.
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Mecklenburg-Vorpommern
Im Rahmen des Programms Stark machen und Anschluss sichern stellt Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 38 Mio. € aus Bundes- und Landesmitteln zur Verfügung. Ziel ist es, mit einem breit angelegten Maßnahmenkatalog den Übergang in das neue Schuljahr mit vielfältigen Angeboten für die Schüler zu erleichtern.

In den ersten vier Wochen nach den Sommerferien wird die individuelle Ausgangslage der Schüler ermittelt. Hierfür werden unterschiedliche Tests durchgeführt, damit die Lehrkräfte auf Basis dieser Ergebnisse den nachfolgenden Unterricht an den individuellen Voraussetzungen der Schüler ausrichten können. Den Schulen steht im Schuljahr 2021/2022 in Abhängigkeit von der Schülerzahl ein Budget von 2.500 bis 5.000 € zur Verfügung, um externe Unterstützungskräfte in den Schulalltag einbinden zu können (z. B. Einsatz für zusätzliche Förderangebote, Betreuung und Aufsicht bei Gruppenteilung oder Unterstützung bei der Sicherstellung von Hygienemaßnahmen im Schulalltag). 

Schüler des Landes Mecklenburg-Vorpommern haben wie bereits im vergangenen Schuljahr erneut die Möglichkeit bei Bedarf zusätzliche Lern- und Förderangebote in Anspruch zu nehmen. Start hierfür soll September 2021 sein.

Alle weiteren Informationen zum Aufholpaket in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie auch hier.
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Niedersachsen
Die Landesregierung Niedersachen hat das Programm Startklar in die Zukunft entwickelt. Hierfür sollen sowohl in der Schule als auch außerhalb zusätzliche Angebote zur Lernförderung, zur psychologischen Stabilisierung, zur Freizeitgestaltung, Gesundheitsförderung und gesellschaftlichen Beteiligung bereitgestellt werden. Die Landesregierung Niedersachsen stellt für die Umsetzung  insgesamt 222 Mio. € zur Verfügung, davon 189 Mio. € für den Schulbereich. Von diesen 189 Mio. € gehen wiederum 70 Mio. € als Sonderbudget an die Schulen. Die restlichen 33 Mio. € werden in die Kinder- und Jugendhilfe fließen. Die Zuweisung an jede Schule setzt sich aus einem Sockelbetrag und einem Kopfbetrag pro Schüler zusammen. Mit diesem Sonderbudget können Schulen Projekte entwickeln und anbieten, um den Schülern ein erfolgreiches und gutes Lernen zu ermöglichen. Diese Projekte müssen jedoch auf die jeweiligen Problembereiche der Schülerschaft ausgerichtet sein. Die Durchführung kann mittels außerschulischer Kooperationspartner erfolgen.

Neben diesem Budget stellt das Land Niedersachsen zentral pädagogische Mitarbeiter für ca. 25 Mio. € ein, um Schulen bei außerunterrichtlichen Tätigkeiten (z. B. Pausenaufsicht) zu entlasten.
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Nordrhein-Westfalen
Im Sommer 2021 startete die Landesregierung Nordrhein-Westfalen das Aufholprogramm Ankommen und Aufholen nach Corona, welches individuelle Förderangebote vor Ort ermöglichen soll. Die im Rahmen des Programms erarbeiteten Maßnahmen sollen an den Schulen oder direkt beim Schüler ansetzen.

Das Programm basiert auf 4 Säulen: 
1. Extra-Geld: NRW setzt insgesamt 430 Mio. €, die zu gleichen Teilen von Bund und Land kommen, zur Umsetzung des Programms ein. Das Geld wird dabei für die Sicherung und Schaffung von Angeboten zur Beseitigung von Lernrückständen eingesetzt. Die Angebote sollen primär in Kleingruppen an den Schulen stattfinden.
2. Extra-Personal: Lehrkräften, Personen mit Lehramtsbefähigung oder sonstige für den Schuldienst geeignete Personen können sich über verena.nrw.de bewerben, um Schulen beim Aufholen der pandemiebedingten Lernrückstände zu unterstützen. Wenn Schulen Interesse an der Einstellung von Extra-Personal haben, müssen diese sich mit dem zuständigen Schuldezernat der Bezirksregierung, alternativ mit dem zuständigen Schulamt, in Verbindung setzen und den konkreten Bedarf mitteilen.
3. Extra-Zeit: Das Land NRW möchte mit der Extra-Zeit den Schülern mehr Zeit zum Lernen geben, um die Lerndefizite aufzuarbeiten. Dafür sollen außerschulische Angebote und Ferienprogramme bereitgestellt werden, die von örtlichen Trägern geplant und durchgeführt werden.
4. Extra-Blick: Mit dem Extra-Blick soll unabhängig von der Pandemie-Entwicklung der Blick dafür geschärft werden, wie die individuellen Lernentwicklungen bei den Schülern aussehen. Das Land NRW stellt den Schulen dafür ein Online-Portal zur Verfügung, mit dem eine Diagnose bzw. Lernstandserhebung erfolgen kann.

Zudem erhalten die dem Landesjugendring NRW angehörigen Jugendverbände finanzielle Mittel in Höhe von 4 Mio. €, die für überregionale Aktivitäten der Jugendbildung, Jugendfreizeiten, Wochen- und Ferienangeboten sowie Ferienreisen eingesetzt werden können. Über die konkreten Förderungsmöglichkeiten können sich die Träger der Kinder- und Jugendhilfe bei dem für sie zuständigen Jugendamt informieren.
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Rheinland-Pfalz
Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat sich dem Aktionsprogramm “Aufholen nach Corona” angeschlossen und zum Abbau von Lernrückständen das Programm "CHANCEN@lernen.rlp" erarbeitet. Aus den Bundesmitteln werden dem Land Rheinland-Pfalz dafür ca. 63 Mio. € zur Verfügung gestellt. Bereits im Jahr 2020 ging das Land Rheinland-Pfalz eine Kooperation mit dem Verein Corona School e. V. (jetzt Lern-Fair) ein, um das Lernen auch während der pandemiebedingten Schulschließungen zu gewährleisten. Diese Kooperation wird auch für die Umsetzung des Aktionsprogramms CHANCEN@lernen.rlp fortgeführt.

Die additiven Lernangebote in Kooperation mit den Volkshochschulen werden ebenfalls fortgeführt. Diese Angebote können zukünftig nicht nur während der Ferien- sondern auch während der Schulzeit in Anspruch genommen werden. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung des Ministeriums für Bildung und des Vereins der Volkshochschulen Rheinland-Pfalz e.V. wird derzeit erarbeitet. Schulen können bereits jetzt Kontakt mit einer Volkshochschule vor Ort aufnehmen, um für das Schuljahr 2021/2022 Kurse zu planen.

Zudem wird das PES-Portal, das bisher dazu diente, Vertretungskräfte für den Schulunterricht einzustellen, um die Möglichkeit erweitert, Verträge für coronabedingte Förderangebote abzuschließen. Schulen, die an dem PES-Programm teilnehmen, können auf diese Weise zusätzliches Personal für die Förderung von Schülern einstellen. Für zusätzliches Personal werden darüber hinaus weitere FSJ-Stellen geschaffen, die Ganztagsschulen sowohl in Angebots- als auch in verpflichtender Form in Anspruch nehmen können. Dieses Angebot gilt vor allem für Ganztagsschulen mit einer hohen Anzahl an Schülern sowie solche, die sich in einer sozial herausfordernden Lage befinden.
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Saarland
Im Rahmen des Corona-Aufholprogramms stellt das Saarland insgesamt 28 Mio. € für den Abbau von Lernrückständen in den Kernfächern zur Verfügung, davon 16,5 Mio. aus landeseigenen Mitteln. Dafür sollen passgenaue Förderpläne für das Schuljahr 2021/2022 erarbeitet und festgelegt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Bewältigung von sozial-emotionalen Problemen, die infolge der Pandemie bei Kindern und Jugendlichen entstanden sind. Hierzu zählt die Förderung der frühkindlichen Bildung, Ferienfreizeiten, außerschulische Angebote sowie die Begleitung von Kindern und Jugendlichen im Alltag und Schule. Das Saarland setzt den Schwerpunkt der Ferienangebote insbesondere auf den musisch-kulturellen und Sportbereich sowie auf die Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Zur Umsetzung des Programms hat die Landesregierung Saarland eine digitale Plattform eingerichtet, auf der sich externe Bildungsträger bewerben können. Das Ministerium für Bildung und Kultur prüft die Angebote und stellt daraus eine Liste mit möglichen Kooperationspartnern zusammen. Schulen können sich anschließend aus dieser Liste den für ihre Bedürfnisse passenden Partnern aussuchen, sodass für diese die zeitaufwendige Organisation entfällt.

Zusätzlich sollen nach den Sommerferien bis zu 400 neue Lehrkräfte, befristet auf ein Jahr, eingestellt werden.
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Sachsen
Für das Maßnahmenprogramm Aufholen nach Corona werden von der Landesregierung Sachsen 47,5 Mio. € zu Verfügung, davon 30 Mio. € für Nachhilfeunterricht für die Jahre 2021 und 2022. Basis für die Lernförderung sind die von den Lehrkräften erhobenen Lernrückstände. Sowohl einzelne Schüler als auch Gruppen können dann Fördermaßnahmen zum Abbau von Lernrückständen in Anspruch nehmen. Die Förderung kann sowohl unterrichtsintegriert als auch unterrichtsergänzend durch spezielle Kurse sowie Förder- und Nachhilfeangebote erfolgen. 

Zur Unterstützung der Schulen bei der Angebotsumsetzung hat das Land Sachsen eine extra Servicestelle im Landesamt für Schule und Bildung eingerichtet, die die Schulen bei der Organisation und finanziellen Abwicklung berät und hilft.

Für das Schuljahr 2021/2022 sind aktuell ca. 257 Stellen als Schulassistenten ausgeschrieben, mit denen Schulen und Lehrkräfte unterstützt werden sollen. Zudem werden zusätzlichen Angebote im Bereich der Schulsozialarbeit erarbeitet, von denen junge Menschen in Sachsen profitieren. Auch ein Ausbau der Kinder- und Jugendfreizeiten, der außerschulischen Jugendarbeit sowie Angebote der Kinder- und Jugendhilfe ist geplant. Hierfür erhalten die öffentlichen Träger finanzielle Mittel, um entsprechende Maßnahmen erarbeiten zu können.
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Sachsen-Anhalt
Schulen in Sachsen-Anhalt haben im Rahmen des Corona-Aufholprogramms die Möglichkeit, über externe Partner auf digitale Lernangebote zuzugreifen und damit die pandemiebedingten Lernlücken zu schließen. Hierfür wird über das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt eine Identifizierung des Lernstandes in den Kernfächern an den Schulen vorgenommen. Zudem soll eine Lernförderung für Schüler aus dem Bildungs- und Teilhabepaket leichter zugänglich werden. Damit können auch Schüler, deren Familien Leistungen nach dem SBB II, SGB XII, AsylbLG, Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen, an individuellen Lernförderangeboten teilnehmen. Hier erfahren Sie, wie Sie Schritt für Schritt kostenlose Nachhilfe in Sachsen-Anhalt beantragen können.

Zusätzlich werden Schulen, Kinder und Jugendliche von Freiwilligendienstleistenden und zusätzlicher Schulsozialarbeit gefördert und durch Maßnahmen der außerschulischen Jugendbildung und Jugendarbeit unterstützt. Hierfür sind insgesamt 7,5 Mio. € für die Umsetzung vorgesehen. Die finanziellen Mitteln werden durch das Sozialministerium per Zuwendungsbescheid an die einzelnen Kommunen weitergeleitet.
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Schleswig-Holstein
Die Landesregierung Schleswig-Holstein wird zu Beginn und während des Schuljahres die Lernrückstände bei den Schülern erfassen. Die Erfassung obliegt den Schulen, externe Partner können jedoch über das landeseigenen Programm Zukunftskompass.SH eingebunden werden.

Zum Schließen der Lerndefizite hat die Landesregierung zudem innerhalb ihres Programms Zukunftskompass die Maßnahme Lernchanchen.SH entwickelt. Dieses bietet mittels einer interaktiven Karte umfangreiche Angebote z. B. zur Lernförderung, Vertiefung von Fachinhalten, Hausaufgabenbetreuung, eigenverantwortliches Lernen und Prüfungsvorbereitung. Zudem kann eine Kooperation mit externen Bildungsanbietern eingegangen werden. Hierfür erhalten Schüler auch im Schuljahr 2021/2022 Bildungsgutscheine der Schule für 30 Einheiten á 45 Minuten.

Neben den Lernchancen.SH plant die Landesregierung vielfältige Lernangebote für die Ferienzeit (Sommer 2021, Herbst 2021, Ostern 2022 und Sommer 2022). Diese sollen vor allem Schülern mit einem besonderen Unterstützungsbedarf zugute kommen, bspw. wenn eine Lernschwäche vorliegt. Sobald genauere Details dazu vorliegen, wird diese Seite aktualisiert.
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Thüringen
Zur Schließung der pandemiebedingten Lernrückstände hat das Land Thüringen einen Leitfaden zum Umgang mit heterogenen Lernständen infolge der Corona-Pandemie herausgegeben. Details zur weiteren Umsetzung der Maßnahmen und Förderangeboten liegen noch nicht vor. Sobald nähere Informationen bekannt sind, wird diese Seite aktualisiert.
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